Die verblüffende Kraft der Natur

Die verblüffende Kraft der Natur

Ich habe da kürzlich sonn Stümper engagiert, Thomas sein Name, der hatte die Anweisung, meinen Rasen zu mähen und den Grasschnitt auf dem Kompost zu deponieren. Hat er alles gemacht, gut gemacht, war stolz auf sein Werk. Ich war zufrieden.

Als er allerdings am nächsten Morgen einen Sack voll Grassamen anschleppte, wurde ich einigermaßen stuzig! „Was soll das denn?“ fragte ich ihn verdutzt. Er sah mich groß an und sprach: “Ich hab ja nun den Rasen gemäht und das ganze Gras auf den Kompost geschmissen. Nun hab ich mir überlegt, wenn der Rasen wieder so schön grün werden soll wie jetzt, dann muss ich doch neue Grassaat besorgen!“

Und wenn ich nun über solchen Unsinn nachdenke, dann ist der Thomas doch gar nicht so bescheuert! Ich meine, wenn ich vor dem Dilemma stünde, im Laufe von 10 Jahren 6 bis 7 Millionen neue Menschen besorgen zu müssen, weil die alten Menschen alle ins Gras gebissen haben, dann würde ich mir auch ´n Kopf machen, woher ich die neuen alle nehmen sollte!

Nun habe ich ja – Gott sei Dank – einen Rasen vor meiner Tür. Und kann mich darüber begeistern, jedes Jahr wieder Frühling für Frühling das immer wieder neu sprießende Grün zu genießen – – –

Aber der Thomas? – O den hab ich längst rausgeschmissen!

©UB 05.03.2015