Ob es daren liegt, daß … (1)

Ob es möglicherweise daran liegt, weshalb die Handlungsweise unserer derzeitigen Politiker immer unverständlicher wird?

Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Diese Eidesformel, welche die Regierungsmitglieder bei Amtsantritt „feierlich“ herunterleiern ist wohl für die Mehrzahl der modernen, jungdynamischen, zukünftigen „Würdenträger“ nur die Ansammlung leerer, unverständlicher Worthülsen, deren ursprünglicher Sinn in der hypermodernen Welt nachhaltig verloren ging und offensichtlich für diese auch nicht mehr zutrifft und irrelevant erscheint!

Nehmen wir als Beispiel fünf wichtige Formulierungen heraus:

  • „ … deutschen Volkes … „
  • „ … widmen … „
  • „ … seinen Nutzen mehren … „
  • „ … Schaden von ihm wenden … „
  • „ … So wahr mir Gott helfe!“ / „ … Ich schwöre es“

deutschen Volkes : Gibt es ein deutsches Volk? In keinem anderen Land wird das eigene Volk so infrage gestellt wie in Deutschland. Große Teile der intellektuellen und politischen „Elite“ hassen und bekämpfen das Volk in versteckter und unverhohlen offener Weise. Wer noch am Volk festhält, wird als „völkisch“, also rechtsextrem diffamiert. – Dieser irrationale Hass ist mit dem Hinweis auf die Verbrechen des Nationalsozialismus im Namen dieses Volkes allein nicht mehr zu erklären. Andere, wie der linke Schreibtisch-Krieger Jakob Augstein, bestreiten überhaupt die Existenz eines deutschen Volkes. „Aber das Volk, um das sie (die Rechten) sich sorgen, das gibt es gar nicht“, schrieb er 2016.
Wie kann man also seine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, wenn dieses überhaupt nicht existiert?
Seitens der Regierung hört man diesen Begriff auch nie, er wir schon lange durch Hilfsbezeichnungen wie „Verbraucher“, „Bürger“ – und da auch dieses zum Beispiel der Kanzlerin schon als zu „komlex“ erscheint – „Menschen“ ersetzt
Fazit: Es wird sich also etwas „gewidmet“, was offiziell NICHT mehr vorkommen darf!

Widmen : Synonym für „widmen“ = verarbeiten ausnutzen weihen verwerten handhaben nützen anstellen hingeben benützen ausnützen
Fazit: Es muss befürchtet werden, wenn überhaupt, schwebt den „Schwörenden“ unter widmen=ausnutzen vor!

seinen Nutzen mehren : Synonym für „Nutzen“ = sich als nützlich erweisen, dienen, dienlich sein, von Nutzen sein, ausbeuten, ausnutzen, benutzen, nutzbar machen, verwenden, verwerten, gebrauchen

Schaden von ihm wenden : Synonym für „wenden“ = drehen, umkehren, umkrempeln

nach viel suchen :
〈in übertragener Bedeutung:〉 er konnte das Unheil von uns wenden (abwenden)
〈in übertragener Bedeutung:〉 sich in sein, ins Gegenteil, zum Guten wenden

So wahr mir Gott helfe!“ / „ … Ich schwöre es“
Bei der letzten „Vereidigung“ der Minister benutzten etwa zur Hälfte noch die „religiöse“ Formulierung, die Anderen bevorzugten die „weltliche Ausführung“

Fazit : Der Eid verpflichtet zur Wahrheit (z. B. in Gerichtsverfahren) und zum Tragen der Konsequenzen (z. B. beim Fahneneid) der Eidaussage. Der Eid wird oft als bedingte Selbstverfluchung bezeichnet, da bei einem Eid mit religiöser Beteuerung eine Gottheit als Eideshelfer und als Rächer der Unwahrheit angerufen wird,

FRAGE: Zu welchen Konsequenzen, welche der Eid grundsätzlich „androht“, würde im Beispiel des Amtseides der Bundesminister eine Nichteinhaltung / Verstoß gegenüber den eingegangenen / beschworenen Verpflichtungen bzw. gegenüber dem Wohl eines nicht vorhandenen „Nutznießers“ / „Begünstigtem“ eintreten, welcher sich in der religiösen Form auch noch darauf berufen könnte, daß ihm die „übermächtige Kraft“ eben nicht geholfen habe; oder in der weltlichen Form ohnehin der Immunität unterliegt?

FAZIT : Das Ablegen dieses Amtseides, welcher in seinen Formulierungen für den heutigen Sprachgebrauch völlig unverständlich ist, aus dem Mittelalter zu stammen scheint, also heute völlig ungeeignet ist, dient nur noch als RIESENSHOW ohne tiefere Bedeutung zur Volksberuhigung – Entschuldigung, zur Beruhigung der Menschen!
Besondere Formulierungen wie „Schaden von ihm wenden“ erscheinen als überflüssig, da eine gelobte/beschwörte Einhaltung/Beachtung der Gesetze das nicht-zufügen jeglichen Schadens beinhaltet!


Nach Vergleichen im Internet scheint der Amtseid eine der ältesten echten Demokratien, der Schweiz, (Eidgenossen) und einer Formuliehrung aus entsprechendem Eid der Republik Ghana zur Verdeutlichung der Bedeutung des Eides, in entsprechender Anpassung, knapp und verständlich, am passenden für die heutige Zeit und sollte schnellstens den schwülstigen, nichtssagenden Amtseid/Diensteid der Bundesrepublik ablösen und ersetzen!

Ich schwöre / gelobe vor Gott dem Allmächtigen / dem deutschen Volk, das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu beachten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen. Weiter schwöre / gelobe ich, sollte ich zu irgendeiner Zeit diesen Amtseid brechen, mich den Gesetzen fügen und alle Strafen dafür erleiden werde. “

Der Kandidat erhebt die rechte Hand und spricht: „Ich schwöre es.“ / „Ich gelobe es.“

  • Wobei „Gott dem Allmächtigen“ bzw. „dem deutschen Volk“ und “schwöre” bzw. “gelobe” je nach Konfession getauscht werden darf
  • Regierungsseitig der Begriff „Deutsches Volk“ wieder seiner ursprünglichen und unbelasteten Bedeutung zugeführt werden muss!

Volk = Volk im Sinne von Staatsvolk bezieht sich ungeachtet kultureller und ethnischer Zugehörigkeiten auf die Staatsangehörigen eines Völkerrechtssubjekts. Diese Bedeutung findet sich in Begriffen wie Volksabstimmung, Volkskammer oder Volkseigentum, und in Wendungen wie im Namen des Volkes. Die Definition der Staatsangehörigkeit erfolgt durch die Verfassung des jeweiligen Staates.

Geht, wie in Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland festgelegt, die Staatsgewalt „vom Volke“ aus, spricht man von Volkssouveränität. Die Zugehörigkeit zu einem Staatsvolk entsteht „neben […] Erwerbstatbestände[n] kraft Geburt […] in allen ‚offenen Verfassungsstaaten‘ [durch] das Einbürgerungsrecht. Insbesondere sorgt die Möglichkeit der Einbürgerung dafür, dass eine tendenzielle Kongruenz von Staatsgebiet und Staatsvolk erhalten bleibt.“ Siehe auch: Staatsbürgerschaft

Volk im Sinne von Nation wird in politischen Begriffen wie Völkerrecht oder Völkerbund verwendet. In dieser Bedeutung gilt es in den neueren Sozialwissenschaften als ein Konstrukt des 19. Jahrhunderts mit erheblicher Wirkungsmacht.

Quellen: „Deutsche Volk“ → https://www.geolitico.de/2018/07/28/wer-ist-das-deutsche-volk/
und das Internet in verschiedenen Synonym/Bedeutungs-Platformen und wikipedia
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