Die virtuelle Bücherverbrennung ist in vollem Gange

Wer schreibt, der bleibt.

Wer schreibt, der bleibt, war früher eine beliebte Redewendung, die besonders gerne und berechtigt auf die Verfertiger von Sitzungs- und Besprechungsprotokollen angewendet wurde.

Diese hatte nämlich zwei Vorteile. Einerseits konnten sie sich, ins eifrige Notizenmachen  vertieft, eigener, eventuell problematischer Meinungsäußerungen enthalten, andererseits galt letztlich eben nicht mehr das längst verhallte gesprochen Wort, sondern der Wortlaut des Protokolls, nicht selten vor der Veröffentlichung  von einem oder  mehreren Platzhirschen wohlwollend abgesegnet. Ein Protokollführer, der das Richtige aus dem Gesagten herauszudestillieren und in die erwünschte Form zu gießen fähig war, konnte gar nicht untergehen.

Ein Blick in die real existierende Presselandschaft vermittelt durchaus den Eindruck, dass sämtliche Redaktionen (Ausnahmen bestätigen auch hier nur die Regel) von solchen Protokollführern besetzt sind, um – für den Tag danach – die richtigen Inhalte mit der richtigen Deutung zweifelsfrei festgehalten zu haben. Der Protokollführer recherchiert nicht, er hält nur fest, und zwar nur das, was dem überlegenen Teil der Teilnehmer genehm ist.

Bevor ich auf den Punkt komme, noch eine wichtige Anmerkung: Das was früher als „investigativer Journalismus“ gerühmt und mit Pulitzer-Preisen geehrt wurde, hat seine Marktanteile an die Hofberichterstattung der Protokollanten abgegeben. Ob freiwillig, des schnöden Mammons willen, oder vom schnöden Mammon der Eigentümer erzwungen, soll hier gar nicht diskutiert werden. Zugleich sollen die raren Stücke der Investigativen nicht überbetont werden, denn schon Tucholsky wusste: „Denn dies ist der Zeitung tiefer Sinn, die bessern Sachen stehn nicht drin.“

Mit der rasanten, weltweit beinahe flächendeckenden Verbreitung des Internets und der Smartphones verwandelte sich das Informationsangebot für die interessierten Bürger ganz erheblich. Lange bevor am Sonntagabend in der Tagesschau die rückläufige Zahl der Gelbwesten bei den Protesten in Paris in einer 30-Sekunden-Meldung erwähnt wird, konnten die Interessierten am Samstag stundenlang Livestreams mitten aus dem Geschehen beobachten. Lange bevor einer der vielseitigen „Experten für ALLES“ im  ZDF  erklärt, dass nun eine Blackbox des abgestürzten Boeing Jets gefunden worden sei und man die Auswertung abwarten müsse, schreibt ein erfahrener Lufthansapilot auf seinem Blog so ziemlich alles, was man an Problemen und ihren Ursachen über die Boeing 737 MAX 8 wissen muss, um sich ein eigenes Bild über die Absturzursachen machen zu können. Hat ein Politiker in einer Wahlveranstaltung einen Blödsinn erzählt, der früher nie erwähnt worden wäre, hat es heute garantiert jemand mit dem Handy gefilmt und online gestellt, in ein paar Stunden hunderttausend Klicks eingesammelt, und der Politiker beginnt flugs seinen Spruch zu relativieren, und entschuldigt sich, falls er sich missverständlich ausgedrückt haben sollte. Verzichtpredigende Ökofaxe werden mit ihrem CO2-Fußabdruck an den Pranger gestellt, uralte Reden von Angela Merkel werden zu Kurz-Videos zusammengeschnitten, um die Kurzlebigkeit ihrer alternativlosen Grundüberzeugungen zu illustrieren, und irgendwer  schreibt über die Weltgeschichte, und kommt zu Erkenntnissen, die der offiziellen Geschichtsschreibung widersprechen, bis ganz allmählich neben der Geschichtsschreibung der Protokollanten Details der wahren Geschehnisse, Gesichter und Namend er eigentlichen Drahtzieher auftauchen. Staatspropaganda, so fein sie auch gesponnen sein mag, wird von Beginn an hinterfragt und entlarvt. Dem interessierten Publikum bleibt gar nichts anderes mehr übrig, als alles zu hinterfragen und – vor allem – wieder selbst zu denken.

Niemand sollte sich wundern, dass „die Macht“ dies nicht ohne Gegenwehr einfach so laufen lassen kann. Wer sich in harten Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner und den so genannten Parteifreunden mit Intrigen und Gefälligkeiten, auch mit Lügen und falschen Versprechungen, mit geheimen Dossiers und Rufmordkampagnen bis an die Spitze eines Staates durchgekämpft hat, der lässt sich diesen Erfolg, diese Position, diese Machtfülle und die damit verbundenen Pfründen doch nicht kaputtmachen. Schon gar nicht von all den Niemanden, die da in einem urplötzlich entstandenen Raum der Gedanken- und Meinungsfreiheit, nicht nur Kritik üben, sondern auch hochbrisante Fakten und noch brisantere Schlüsse daraus veröffentlichen.

Menschheitsgeschichte und Geschichtsfälschungsgeschichte sind untrennbar miteinander verbunden. In der Vergangenheit waren es jedoch zumeist die Sieger, die nach dem gewonnenen Krieg die Geschichtsbücher der Verlierer sorgfältig lektorierten – und die eigenen ggfs. dann anpassten. Und wenn alles nicht half, dann hat man Bibliotheken zerstört und Bücher und Schriften verbrannt, weil das darin enthaltene Gift sonst die eigene schöne Fassade aufgelöst und weggefressen hätte.

Wo Diktatoren sich an die Macht gebracht hatten, gehörte es zu den ersten und wichtigsten Taten, die Vordenker des politischen Gegners zum Schweigen zu bringen, ihre Schriften, Bücher und Zeitungen zu verbieten und den Transport von Informationen aus dem Ausland zu kontrollieren und wo erforderlich zu unterbinden. Der Feindsender im Volksempfänger und die Bildzeitung, nur zum Ausstopfen des Fresspaketes an die Verwandten in der Ostzone, das waren staatsfeindliche Akte, die mit allen verfügbaren Mitteln unterbunden und bestraft werden mussten.

Niemand sollte sich wundern, wenn heute das freie Internet in ein Tollhaus der Büttel der Staatssicherheit verwandelt wird.

Die russischen Hacker und Bots von heute, das war im Deutschland des Zweiten Weltkriegs die BBC in London, mit ihren Nachrichten in deutscher Sprache, zu Zeiten der DDR waren es die Westsender, erst der Rundfunk, später das Westfernsehen, das trotz der Installation von Störsendern nicht auszuschalten war. Fake-News und Hate-Speech, diese bewusst unklar und schwammig gehaltenen Begriffe, wurden massiv in die Köpfe gehämmert, um dann alles Missliebige mit einem oder beiden dieser Etiketten zu versehen. Egal, ob sich da nun jemand gegen das dritte Geschlecht oder gegen die Geldpolitik der EZB stellte, ob jemand zwischen Asylsuchenden, Flüchtlingen und Zuwanderern zu unterscheiden versuchte oder Waffenlieferungen in Krisengebiete kritisierte: Mit den Totschlagargumenten „Fake-News“ und „Hate-Speech“ waren diese Diskussionsbeiträge schon hinreichend diskriminiert, um eine seriöse Debatte unmöglich zu machen, und wenn das Grummeln im Volk an der einen oder anderen Stelle doch lauter werden wollte, krönte man die eigene Position mit einer neuen Front im Kampf gegen Rechts.

 

Ist der Ruf erst mal ruiniert – lebt sich’s völlig ungeniert.

Dass ich dieses Sprichwort einmal auf die hochrangigen Vertreter der deutschen politischen Kaste anwenden müsste, habe ich lange nicht für möglich gehalten.

Angefangen hat es mit Schröder, Clement, Müntefering und Gerster. Die Quittung ließ nicht lange auf sich warten. Die SPD verlor ihre Regierungsmehrheit. Das hätte in einer funktionierenden Demokratie nicht nur die Sozialdemokraten sondern auch ihre Nachfolger wachrütteln müssen. Hat es aber nicht. Auf dem ruinierten Ruf der Agenda-Politik Schröders wurde ungeniert weiter auf- und ausgebaut, und dies seit Merkels Amtsantritt zunehmend alternativloser. Doch es war ja nicht nur die Sozialpolitik, in der eine 180 Grad Wende vollzogen wurde. Seit Schröder befindet sich die Bundeswehr dauerhaft im Auslandseinsatz, und ein Ende ist – gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung – nicht in Sicht. Seit Schröder wird auch die Rolle Deutschlands in der EU immer schillernder: Zahlmeister für alles, auch für den Euro, aber in den eigenen Zielsetzungen immer stärker eingehegt von der intransparenten Brüsseler EUrokratie.

So ist heute zu konstatieren, dass es in Deutschland zwar immer noch einen meinungsbeherrschenden Mainstream gibt, dass dieser jedoch von durchaus unterschiedlichen Gruppen mit „Partikularinteressen“, die sich wiederum nicht nach Parteizugehörigkeiten trennen lassen, zunehmend hinterfragt wird. „Baustellen“ an denen das Land nicht weiterkommt, oder gar wie das Kölner Stadtarchiv auf einen Schlag in Grund und Boden versinkt, gibt es genug – und an jedem Bauzaun stehen Menschen, Wähler, Demonstranten, die aufgehört haben amüsiert zu grinsen, sondern längst endlich nach neuen Zielsetzungen, erfolgversprechenden Plänen, nach Fortschritten und vor allem nach der Wiederherstellung der Ordnung rufen.

Hier nur eine kleine, unvollständige, unsortierte und nicht gewichtete Aufzählung:

  • Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • Zustand der Bundeswehr, materiell und personell, Flugbereitschaft
  • Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung, prekäre Beschäftigungsverhältnisse
  • Armutsrenten, Altersarmut
  • Renten überhaupt
  • Sprachvergenderung, Homoehe, drittes Geschlecht, dritte Toilette
  • Quotenfanatismus
  • Zuwanderung, Grenzsicherung
  • Mietkosten
  • Diesel-Fahrverbote
  • Kohleausstieg ohne Konzept für die Sicherung der Elektrizitätsversorgung
  • Maroder Zustand der Infrastruktur (Straßen, Brücken, Schulen, Kindergärten, Kanalisation)
  • Privatisierung der Infrastruktur der Grundversorgung
  • Sozial unausgewogenes Besteuerungssystem
  • Pflegekosten, Pflegepersonal, Pflegemängel
  • Terroranschläge, Merkel-Poller, Armlängen-Abstands-Gebot
  • Risiken im Bankenbereich
  • EZB Währungspolitik
  • Waffenlieferungen an die Saudis und andere Kriegsparteien
  • US-Sanktionen gegen deutsche Unternehmen
  • US-Botschafter Grenell
  • Meinungsfreiheit, Überwachungsstaat,
  • Antifa-Übergriffe
  • Strompreise für Endverbraucher
  • EU-Problematik, BREXIT, Visegrad, Italien
  • China-Politik
  • Russland-Politik
  • NATO-Politik
  • Impfpflicht
  • Widerspruchsregelung für Organentnahmen
  • und so weiter …

Nach meinem Eindruck sieht es inzwischen so aus, dass die meisten Wähler beim Großteil dieser Problemthemen, weil sie weder betroffen sind, noch sich aus anderen Gründen dafür interessieren, mit der Arbeit der Regierung „im Großen und Ganzen“ zufrieden sind. Das ist das, was die Demoskopen immer wieder abfragen.

Allerdings wird die Zahl derjenigen Wähler, denen nicht mindestens eines dieser Problem auf den Nägeln brennt, immer kleiner, während der „Leidensdruck“ wächst, so dass der Zeitpunkt näher rückt, an dem sich das „im Großen und Ganzen zufrieden“ nicht mehr eignet, um die punktuellen Unzufriedenheiten zu überdecken. Dies wäre dann auch der Punkt, an dem es heißt: „Unzufriedene aller Arten, vereinigt euch!“ Warnwesten finden sich auch in über 40 Millionen in Deutschland zugelassener Pkws.

Wäre das nur mein Eindruck, und wäre dieser Eindruck falsch, es hätte keinen Anlass gegeben, die Daumenschrauben in Bezug auf die Meinungsfreiheit immer weiter anzuziehen. Es war doch schon geschafft, durch manipulative Hofberichterstattung und zielgerichtetes Nudging die „Anderen“ in die soziale Ächtung zu werfen. Aber sie sind eben nicht verstummt, nach wie vor in unterschiedlichen Bereichen kritisierend, nicht über die gesamte Gesellschaft vereint, ja sogar sich gegenseitig bekämpfend, aber doch alle im übergeordneten Topf der „Unzufriedenen“ zu finden.

Schnell musste, mit heißer Nadel noch vor den letzten Wahlen gestrickt, ein Netzwerkdurchsetzungsgesetz her, mit der Verpflichtung der großen Internetkonzerne, schnell und gründlich zu löschen, was unter Umständen den schwammigen Begriffen „Hate-Speech“ und „Fake-News“ zugerechnet werden könnte. Flankiert von der Datenschutzgrundverordnung, die aufgrund lächerlicher Verstöße gegen lächerliche Vorschriften zusätzliche Möglichkeiten bieten sollte, vor allem den kleineren Plattformen und Bloggern mit juristischen Mitteln das Leben schwer zu machen.

Nun hat die EU mit neuen Regelungen zum Urheberrecht und Leistungsschutzrecht ein Werk geschaffen, das jeglicher Kritik die Möglichkeit nimmt, sich zitierend auf das Kritisierte zu beziehen, weil dies eben urheberrechtlich geschützt ist, und zudem mit dem technischen Zwang zu Uploadfiltern eine neue, breit wirksame Zensurinstanz geschaffen, die wiederum nicht von Staatsanwälten und Richtern juristisch abgesichert wird, sondern erst einmal in den Händen privater, gewinnorientierter Unternehmen liegt, deren Interesse, nicht für die Uploads ihrer User in Haftung genommen zu werden, viel größer ist als ihr Interesse, tatsächliche Meinungsvielfalt ins Netz zu stellen.

Die virtuelle Bücherverbrennung ist in vollem Gange, und die Millionen, die dagegen EU-weit auf die Straße gegangen sind wurden arrogant ignoriert. Da ging es nicht um Haltungsnoten und argumentative Brillanz, sondern einzig darum, jetzt diesen Sieg davonzutragen, um die Massen von gefährlichen oder auch nur missliebigen Informationen abzuschneiden.

Facebook hat nun von sich aus den nächsten Schritt angekündigt. Zuckerberg will alles löschen lassen, was noch irgendwie den Eindruck macht, es könnte die nicht existente „Überlegenheit der weißen Rasse“ zum Ausdruck bringen.

Zuckerberg hat Recht. Zumindest in Bezug auf Deutschland.

Was die „weiße Rasse“, samt aller „alten weißen Männer“ und der ebenfalls nicht minder aktiven „alten und nicht ganz so alten weißen Frauen“ in den letzten 30 Jahren aus dieser Republik gemacht hat, gibt nämlich in keiner Weise Zeugnis von irgendeiner Art von Überlegenheit. Das hätten Robert Mugabe oder Bruno Tshibala genauso geschafft, wenn nicht gar noch schneller und gründlicher.

Zynismus?

Ja.

 

Text: Egon W.Kreutzer
Bild: pixabay – bearbeitet.

“Schlalaffenland” hinter der Autotür – entspannt euch!

Die Hysterie der Kinder in den reichen europäischen Staaten ist eine seltsame Erscheinung, seltsamer aber ist, dass die Erwachsenen sich mitreißen lassen.

Was erleben Kinder heutzutage vom ersten Schrei bis zum ersten Job?
Die Antwort, etwas überzeichnet auf den Punkt gebracht:

Kinder erleben eine Welt des Habenkönnens.
Eine paradiesische Welt.

Sie wachsen auf in einem einzigen Supermarkt der erreichbaren Versuchungen. Da kommt nicht nur der Strom aus der Steckdose, da kommt auch das Fischstäbchen aus der Tiefkühltheke, die Milch aus der Pappschachtel. Der Müsli-Riegel liegt in Griffhöhe da, wo sich die Schlange vor der Kasse bildet. Das neue Outfit bringt der Hermes-Bote, und der nimmt es auch zum Umtausch wieder mit. Schule und Kindergarten befinden sich gleich hinter der Autotür, der Sportverein und das Ballettstudio ebenfalls. Auch das familienfreundliche Hotel für den Kurzurlaub liegt gleich hinter der Autotür.

Und wo so eine richtige Patchwork-Familie sich um die alleinerziehende Mutter und ihr Einzelkind gruppiert, sind nicht selten zwei Väter und die neue Freundin des einen, sowie drei Großmütter und vier Großväter zur Stelle, um Wünsche zu erfüllen.

Und was die nicht können und nicht wissen, das kann und weiß das Internet, es weiß und liefert sogar noch sehr viel mehr, als man fragen kann.

Für gute Noten sorgt im Zweifelsfall der Anwalt der Familie, und hat sich das liebe Kind beim Spielen das Knie aufgeschlagen, wird garantiert jemand gefunden, der auf Schmerzensgeld und Schadensersatz verklagt werden kann.

Kein Wunder, dass ein Kind, dem erzählt wird, böse Erwachsene würden aus unerfindlichen Gründen alles daran setzen, um diese Welt zu zerstören, in gerechten Zorn ausbricht und das tut, was es von Geburt an strategisch eingeübt hat, nämlich einen Aufstand zu veranstalten.

Laut, wild und untröstlich, bis es seinen Willen hat.

 

Weil es verboten ist, Kinder zu erziehen, aber auch verboten ist, zornige Kinder zu ignorieren, denn beides verstößt gegen die Menschenwürde, muss nachgegeben werden.

„Kinder sind wie Fische im Wasser – und die Eltern haben das gute Wasser bereitzustellen“, sagt Katharina Saalfrank und plädiert dafür, nicht Verhalten zu fordern, sondern Gefühle zu zeigen. Ob sie damit auch die Gefühle von Wut und Verzweiflung meint, die manchmal aufsteigen? Eher nicht.

Was würde wohl geschehen, gäbe man 500 Kindern im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die man bei einer der Friday-for-Future-Demonstrationen anspricht, die Gelegenheit, sich auf einem Grundstück von rund zwei Quadratkilometern, davon ein Drittel Wald, zwei Drittel Wiese, mit einem Bachlauf mittendurch, so klima- und umweltfreundlich einzurichten, wie sie es wollen?

Natürlich kann man sie nicht einfach so aussetzen, ohne jegliches Werkzeug und Hilfsmittel, selbst Robinson konnte schließlich noch das Schiffswrack plündern. Von daher sollte jedem Kind erlaubt sein, Gegenstände und Materialien, auch Lebensmittel jeglicher Art in dem Umfang mitzunehmen, wie es in der Lage ist, auf einem Bollerwagen über 10 Kilometer Feldweg zum Camp zu transportieren.

Nach zwei Wochen gäbe Ihnen man die Gelegenheit, nochmals in die Zivilisation zurückzukehren und den Bollerwagen ein zweites Mal zu beladen.

Von da an jedoch müssten sie für 12 Monate von der Außenwelt abgeschlossen dort leben.

So grausam es klingt, ich würde damit rechnen, dass kaum eines dieser Kinder die zwölf Monate überlebt.

Der Akku des letzten Handys oder Tablets wäre nach spätestens einer Woche leer. Was man sich bis dahin nicht an hilfreichen Videos zum Thema „Überlebenstraining“ angesehen hat, ist nicht mehr erreichbar, denn sie werden nicht in der Lage sein, auch nur so viel Strom zu erzeugen, wie in einen Handy-Akku passt.

Natürlich werden sie zuerst die mitgebrachten Zelte aufstellen, und diejenigen, die zunächst keine mitgebracht haben, werden die kurze Rückkehr in die Zivilisation nutzen, um sich welche zu holen. Sie werden die Nächte in ihren Schlafsäcken verbringen und, wenn sie die ersten mitgebrachten Lebensmittel und Süßigkeiten verzehrt haben, erstmals in ihrem Leben einen nagenden Hunger verspüren.

Sie werden beginnen trockenes Holz zu sammeln, um Feuer zu machen, und wenn das trockene Holz verbrannt ist, werden sie versuchen Bäume zu fällen, um an Brennholz zu kommen.

Sie werden nach Beeren, Pilzen und Nüssen suchen, sie werden die Fische im Bach erbarmungslos jagen, bis der Bach leergefischt ist. Sie werden versuchen Beete anzulegen und mitgebrachte Samen aussäen, aber das, was daraus aufgeht, nicht von den Unkräutern unterscheiden können, die gleichzeitig aufgehen und schneller wachsen.

Die Jungs werden vielleicht lernen, wilde Kaninchen zu fangen, ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen, sie auszunehmen, und am Lagerfeuer zu braten, doch die Veganer werden sich – fest im Glauben – nur von Grassamen und Wurzeln ernähren. Irgendwann werden sie feststellen, dass niemand daran gedacht hat, Salz mitzunehmen …

Sie werden ihre zwei Quadratkilometer bald in eine Wüste verwandelt haben, weil sie nicht wissen, wie sie damit pfleglich und schonend umgehen könnten.

Einige werden mit Schaufeln und Spaten ausgerüstet sein und irgendwann, wenn alles schon mit Fäkalien bedeckt ist, auf die Idee kommen, eine Latrine auszuheben.

Wäsche waschen? Ja, man kann die Sachen in den Bach hängen und nass wieder herausziehen, aber ist davon etwas sauber geworden, duftet da  etwas frühlingsfrisch nach Weichspüler?

Krankheiten, zum Teil harmlos, zum Teil gefährlich, könnten nicht behandelt werden. Zahnschmerzen müssten ebenso ausgehalten werden wie die Blinddarmentzündung. Hat jemand an Verbandszeug gedacht? Oder wenigstens an Arnica-Globuli?

Es muss nicht weiter ausgemalt werden. Die Kids würden auf ihrer Fläche, die so groß ist, dass diese 500 darauf in etwa der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte in Deutschland entsprechen, kaum den zum Überleben notwendigen Ertrag erwirtschaften, aber zugleich mit ihrer Energiegewinnung aus Holz am offenen Feuer mehr CO2 und Feinstaub in die Atmosphäre entlassen als der durchschnittliche Deutsche mit der ganzen Technik, die er tagtäglich nutzt.

Nun mag man argumentieren: Das sind doch noch Kinder, die kann man doch nicht so alleine auf sich gestellt einfach machen lassen. Da kann doch nichts Vernünftiges dabei herauskommen. Woher sollen sie es denn wissen, was können sie denn schon können?

Und natürlich ist diese Argumentation vollkommen richtig. Kinder, die noch nie wirklich etwas gelernt haben, was über Schulweisheit hinausgeht, die noch nie wirklich Verantwortung für sich und andere tragen mussten, die immer nur das Regal im Supermarkt gesehen haben, aber nie die lange, lange Kette an Arbeitsschritten, die vollzogen werden mussten, damit die Produkte im Regal liegen können, Kinder, für die der Strom unerschöpflich aus der Steckdose kommt, so wie das warme Wasser aus dem Duschkopf, kann man nicht sich selbst überlassen. Sie würden untergehen.

Doch wer so argumentiert, der muss sich auch fragen lassen, warum ausgerechnet die Kinder am besten wissen sollten, wie ein Planet mit über 7 Milliarden Menschen noch bewirtschaftet werden kann, um möglichst viele davon satt zu bekommen?

Warum sollten ausgerechnet die Kinder am besten wissen, ob die Welt ohne Verbrennungsmotoren überhaupt eine Chance hätte, ihre fragilen Strukturen des arbeitsteiligen Wirtschaftens aufrecht zu erhalten?

Warum sollten ausgerechnet diese Kinder Recht haben, wenn sie glauben, mit Sonne und Wind alleine ließen sich Stahl, Zement und Aluminium herstellen, könnte man im Urlaub um die halbe Welt fliegen, stünde stets genug Strom zur Verfügung?

Warum sollten ausgerechnet jene Kinder, die nie vor der Aufgabe standen, eine schwierige Güterabwägung zu treffen, weil ihnen jegliche Verantwortung für das eigene Dasein (zu ihrem Wohl!) von den Erwachsenen abgenommen wurde, den richtigen Weg für die Welt weisen können?

Weil das doch alle Wissenschaftler und alle demokratischen Politiker unterstützen? Muss es deswegen richtig sein?

Weil auch die Tagesschau vor der menschengemachten Klimakatastrophe warnt?

 

Aber warum braucht es dann zur Verstärkung dieser Botschaft unreife, mit Halbwissen gefütterte Kinder, die das lautstark nachplappern?

Damit wir uns schlecht fühlen, weil wir einfach immer noch nicht verstanden haben, was die lieben Kleinen schon begriffen haben?

Irgendwie darf das alles gar nicht wahr sein.

Die Front der CO2-Verdammer wird mit jedem Tag brüchiger, die Gefahr  des Zusammenbruchs der Stromnetze und des Eintretens des großen, lange andauernden Blackouts wird mit jedem abgeschalteten konventionellen Kraftwerk und jedem Strom statt Benzin oder Diesel tankenden Auto größer.

Die Kurven der Warm- und Kaltphasen der Erde sind quasi deckungsgleich mit den Kurven der zweihundertjährigen Zyklen der Sonnenaktivität und legen den Schluss nahe, dass nicht das CO2 und nicht der Mensch das Weltklima maßgeblich beeinflussen, sondern wie seit ewigen Zeiten allein die Sonne.

Ausgerechnet die Strahlungsleistung der Sonne wird in den Klimamodellen aber als Konstante eingesetzt, ihr Einfluss wird ausgeklammert, was zwangsläufig dazu führt, dass andere Faktoren in den Modellen stärker gewichtet werden müssen, um überhaupt eine „Ursache“ finden zu können.

Aber die Kinder sind es ja nicht alleine, die auf uns losgelassen werden, um unseren Verstand auszuschalten und auf die reine Gefühlsebene abzugleiten.

Beinahe wöchentlich werden wir mit neuen Horrorzahlen überschüttet, wie viele menschliche Leben Jahr für Jahr vorzeitig zu Ende gehen, weil die Atmosphäre zu viel Feinstaub und zu viel NOx enthält. Auch das sind Zahlen, die auf nichts anderes gestützt sind als auf Annahmen und Hochrechnungen aufgrund von Annahmen. Wer dagegen hält, wird niedergebrüllt – und dann die nächste, ebenso alberne Studie aus dem Hut gezogen.

Wer steht da noch auf, und hält den Untergangspropheten einfach die Fakten entgegen?

Die Fakten besagen, dass die Lebenserwartung der Menschen seit 1960 weltweit um volle 20 Jahre gestiegen ist!

Dagegen nimmt sich die Zahl der nirgends konkret erfassten, in keiner Weise nachweisbaren, nur statistisch herbeifantasierten 9 Millionen vorzeitigen Todesfälle durch Feinstaub und NOx, 800.000 davon jährlich in der EU, doch als hochgradiger Blödsinn aus.

Ist die Menschheit als von einer Irrsinns-Epidemie befallen?

Sicherlich nicht. Der Irrsinn ist endemisch. Er bleibt auf einen engen geografischem Raum beschränkt, und das Zentrum, der Herd der Endemie, findet sich in deutschen Landen und strahlt von da aus immer wieder auf seine europäischen Nachbarn aus, doch während die sich meist relativ schnell wieder erholen, nimmt die Krankheit in Deutschland immer erschreckendere Formen an.

Kennzeichnend ist eine ausgeprägte, manisch depressive Störung. In den depressiven Phasen wachsen dabei vor allem tiefe, unauflösbare Schuldgefühle heran, während die manischen Phasen zur Kompensation einen Weltenrettungseifer hervorbringen, dem – in einem Bewusstseinszustand zwischen Panik und Hysterie – kein Ziel zu hoch, keine Herausforderung als unüberwindlich erscheint.

Im Scheitern an den selbst gesteckten Zielen kommt erneut die Depression zum Vorschein, und wenn sie so tief, so niederdrückend, so unerträglich geworden ist, dass schon wieder alles egal ist, entlädt sie sich erneut in manisch euphorischen Ausbrüchen, die alles Vorangegangene in den Schatten stellen.

 

Was tun? Wie therapieren?

Leute, entspannt euch!

Man kann sich mit Psychopharmaka vollstopfen oder sich mit Alkohol betäuben. Beides ist weder wirklich zielführend noch frei von unangenehmen Nebenwirkungen.

Entspannung, wirkliche Entspannung ist anders. Sie ist nicht Betäubung, sondern Befreiung. Entspannung ist nicht Zeitverschwendung, sondern Kräftesammeln und eine Form der Psychohygiene, die uns weitgehend fremdgeworden ist, weil wir von einer Spannung und Anspannung in die nächste hetzen und eben in der Spannung und Anspannung vergebens nach Sinn und Erfüllung suchen.

Spannung und Entspannung sind gleichberechtigt und gleichermaßen notwendig für die körperliche und seelische Gesundheit. Nur im Wechsel zwischen Spannung und Entspannung entstehen Urteilsfähigkeit, Selbstbewusstsein und Verantwortlichkeit.

So genannte  „Entspannungsmethoden“, wie z.B. das autogene Training, sind ganz bestimmt gut und nützlich, doch werden sie von vielen völlig falsch genutzt, indem angespannt und angestrengt versucht wird, auch darin irgendwie als Erster, als Sieger durchs Ziel zu gehen.

Entspannen heißt zuerst, abschalten und dann zur Ruhe kommen. Beim zivilisierten Menschen, der kaum durch körperliche Anstrengungen gefordert ist, sitzt die Spannung weniger in den Muskeln, auch wenn sie sich durchaus dort äußert, sondern im Kopf, in den sich jagenden Gedanken, in tausend Verpflichtungen und tausend Ängsten, diesen nicht gerecht zu werden.

Dieses Karussell des unruhigen Geistes zum Stillstand zu bringen, gelingt am besten durch konzentrierte, liebevolle und geduldige Hinwendung auf ein (1) Thema, einen Gegenstand, eine Person.

Ich kann das hier nicht vertiefen.

Wichtig ist, dass richtige Entspannung hilft, die „Dinge“ zurechtzurücken, zu erkennen, ob sie wichtig sind, oder nur dringend, oder vielleicht keins von beidem.

Richtige Entspannung hilft, wieder unterscheiden zu lernen, zwischen Gefahr und Angst, und zu erkennen, dass es für die meisten Gefahren Rezepte gibt, ihnen auszuweichen, sie abzuwehren oder zumindest zu entschärfen, während es gegen die Angst nur ein Rezept gibt, nämlich den Versuch, ihre Ursachen und Auslöser so lange zu hinterfragen, bis die hinter der Angst versteckte reale Gefahr erkennbar wird – und die ist in aller Regel weitaus kleiner als die Angst, und in den meisten Fällen gibt es Möglichkeiten, dieser Gefahr zu entgehen.

Es ist noch gar nicht so lange her, vierzig Jahre ungefähr, da waren die Zeitungen und Nachrichtensendungen voll von der Ankündigung einer neuen Eiszeit, der Golfstrom würde stillstehen und sich ganz Nordeuropa innerhalb kürzester Zeit in eine einzige Eis- und Schneewüste verwandeln.

Stattdessen ist es wärmer geworden. Nun soll es zur Hitze-Katastrophe kommen, der Meeresspiegel steigen und was noch trocken bleibt, verdorren.

Dabei ist die Sonne seit geraumer Zeit schon wieder in eine Phase niedriger Aktivität eingetreten, es sieht so aus, als käme doch eine Abkühlung auf uns zu, wie sie nach dem 200-Jahre-Zyklus zu erwarten ist.

Heute ist die Sonne schon wieder völlig blank. Einfach jeden Tag mal hier vorbeischauen: http://www.spaceweather.com/ Selbst das kann schon deutlich entspannen und dazu beitragen, die Hysterie der Friday-for-Future-Kinder mit großer Gelassenheit zu betrachten.

Leute, entspannt euch!
Ein Tageskommentar von Egon W. Kreutzer

ENDLICH! – Hilfe naht

Der Verband der Alchemisten Deutschlands teilt auf seiner Hausseite im weltweiten Netz, sowie in einer Mitteilung an die Deutsche-Quetsche-Agentur in Hamburg heute mit, einem Verbandsmitglied, einem namhaften Arzneimittelhersteller in Deutschland (Name liegt der Redaktion vor) sei endlich der Durchbruch gelungen, ein wirksames Arzneimittel gegen eine der grundlegendsten Geißeln der Menschheit gefunden und erfolgreich entwickelt zu haben.

Wie es in den Mitteilungen weiter heißt, durchlief die neue Arznei auch schon erfolgreich die Erprobung an Halbaffen, so daß damit weitere Prüfungen der Verträglichkeit entfallen können, und der direkte, zeitnahe Einsatz am Menschen erfolgen kann.
Erste Chargen des Präparates wurden in den vergangenen Tagen auch schon an die Zentralapotheke der deutschen Abkommenswochenverwaltung in der Hauptstadt ausgeliefert. Die behandelnden Ärzte des hohen Hauses versicherten die Anwendung zügig in Gang zu setzen, um noch eine nachhalig-positive Auswirkung auf die laufende Legislatur zu gewährleisten.

Wie wir weiter erfahren konnten, hat das norwegische Nobel-Commitee, nach seiner grandiosen Nominierung Greta Tintin Eleonora Ernman Thunbergs für den Friedensnobelpreis, die führenden Chemiker, die an der Entwicklung des neuen Arzneimittels beteiligt waren, sowie die Halbaffen, welche an der erfolgreichen Erprobung teilnahmen, für den diesjährigen Nobelpreis der Chemie, zur Nominierung vorgeschlagen.

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