Da krallt sich jemand krampfhaft an der Tischkante fest …

… bevor er wohl endgültig über den ganzen Tisch gezogen wird.

“Man wolle am Montag gründlich und konzentriert über die Themen reden, bei denen die Parteien noch weit auseinanderlägen, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Sonntagabend in Berlin. Zu den noch ungelösten Knackpunkten gehören zwei Themen, die den Sozialdemokraten besonders am Herzen liegen:

sachgrundlos befristete Arbeitsverträge und die Ungleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten.”

Das ist die offizielle Lesart, in Wirklichkeit mag wohl die Schwierigkeit darin bestehen, in den beiden letzten “Knackpunkten”, welche die Delegierten des SPD-Parteitag ihren Verhandlungsführern mit auf den Weg gaben um die Ernsthaftigkeit einer möglichen neuen “GROKO” zu testen, seitens der “christlichen” Union wieder Formulierungen zu finden, die wie bei der angeblichen “Einigung” zur “Flüchtlingsfrage” alles nebulös offen zu halten und möglichst sehr viele Interpretationsmöglichkeiten zu eröffnen!

Dazu schreibt Egon W. Kreutzer in seinem heutigen Tageskommentar – “Der Sachgrundlose Kassenpatient” :
Es ist Pfusch und Flickwerk, was da heute noch beschlossen werden soll – und zwar ganz egal, was dazu endlich im Koalitionsvertrag stehen wird, weil wieder nicht die Probleme angegangen werden, sondern nur die Nebenwirkungen jener Medikamente, mit denen die Symptome bisher erfolglos unterdrückt werden sollten, nun durch weitere therapeutische Maßnahmen vertuscht werden müssen – weil sonst die SPD-Basis vielleicht nicht zustimmt!