Kräht der Hahn auf dem Mist

von Ute Fetkenhauer – “Politischer Freundeskreis Verden”

Wie tröstlich für jeden unbekümmerten Wähler:

Die CDU stellt einen gradlinigen, dem Land verbundenen Kandidaten auf.

Ein kritischer Bürger wird die Strategie dieses trivialen Zweizeilers natürlich nur belächeln.
Der „Sympathiefänger-Satz“ ist das Relikt aus einer Aera, als man solche hehren Eigenschaften noch von jedem Bürger in unserem Lande erwarten konnte. Er wurde in unserer chaotischen gewordenen Gegenwart lediglich von vermeintlich cleveren „Machern“ aus der längst vergessenen Mottenkiste gefischt.
„Mundus vult decipi“ – „Die Welt will betrogen sein“, sagt der Lateiner. Tatsächlich ist es erstaunlich, dass sich immer noch Wähler von der Zusicherung auf so ein ethisches Selbstverständnis und weitere vier Jahre NICHTS täuschen lassen.
Sieben kümmerlich in die Ecke gequetschten Worte lassen sich aber auch deuten mit: „Wer sich selbst treu bleiben will, verspricht besser nichts. Denn sollte auf der politischen Bühne etwas schief gehen, kann er klammheimlich das Feld räumen.

Für alle Blauäugigen, die immer noch jeden politischen Unsinn glauben und nicht erkennen, dass Wahlplakate mit ihren abgedroschenen Phrasen nur unschöne Störenfriede in der Landschaft darstellen, findet eine alte abgewandelte Bauernregel Verwendung:

 


Zusatzinformation aus der Kreiszeitung der Region, die berichtete:

Diskussion des DGB mit Bundestagskandidaten (auch mit dem Kandidaten Mattfeld)
11.08.17 Achim Der Aufreger Rente 
… Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt ist das bis zum Jahr 2030 auch kein allzu großes Problem, da die wirtschaftliche Entwicklung mit hoher Beschäftigung, Einkommenszuwachs und Rentensteigerung sehr gut sei.
Wenn es der Wirtschaft gut geht, ist das das Fundament für eine gute Rente.
Der Abgeordnete des Haushaltsausschusses verwies darauf, dass die Sozialquote in Deutschland bei 52 Prozent liege, 90 Milliarden aus dem Bundeshaushalt und bald 100 Milliarden in die Renten flössen.
Handlungsbedarf besteht für ihn besonders ab 2030 wegen der Alterung der Bevölkerung.”

 

Anmerkung: Das ist original die Verlautbarung der CDU-Vorsitzenden Merkel, die das Thema Rente ohnehin aus dem Wahlkampf heraushalten will.

  • Der Zustand der Wirtschaft hat KEINEN Einfluß auf die individuelle Rente der einzelnen Rentnerin, des einzelnen Rentners.
    Weder in der Rentenformel zur Errechnung der individuellen Rente, noch in der Rentanpassunsformel zur Errechnung einer jährlichen Rentenanpassung findet sich ein entsprechender Faktor!.
    Diese Behauptung entspricht NICHT der Realität und ist daher höchst populistisch!
  • Die 90 / 100 Milliarden Euro, die in die Rente “flössen” ist eine nachgewiesene Lüge -> hier klicken

Soviel zum Wahlkampf-Plakat Mattfelds:  “Sich selbst…treu bleiben”