undiplomatischer Diplomat


Diplomatisch zu sein, bedeutet, eine Situation erst einzuschätzen bevor man spricht oder handelt, und die beste Vorgehensweise zu wählen, ohne dabei aufdringlich oder waghalsig zu sein. Um diplomatisch zu sein, braucht man die Fähigkeit, Dinge interpretieren zu können, ein wenig Feingefühl und das Gespür dafür, wie und was man zu sagen hat.

Wer diplomatisch handelt, wird oft als jemand beschrieben, der seine Meinung für sich behält.
Der designierte Bundespräsident und noch Bundesaußenminister, (also der höchste “Diplomat” in der Bundesregierung) Frank Walter Steinmeier, hatte den 45 Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, während des Wahlkampfes als “Hassprediger” bezeichnet.

Der Wahlsieg von Donald Trump mag einem nicht gefallen. Deutsche Spitzenpolitiker sollten sich jedoch mit persönlichen Befindlichkeiten zurückhalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das getan, Außenminister Frank-Walter Steinmeier nicht.

Damit hat er seine Eignung als Bundespräsident in Frage gestellt.

Im Anschluss an den verweigerten Glückwunsch breitete Steinmeier seine Sorgen und Befürchtungen, die sich mit einem US-Präsidenten Trump verbinden, öffentlich aus. Das ist töricht, kurzsichtig und unprofessionell. Steinmeier ist nicht Kolumnist und Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels und damit frank und frei in seinen Meinungsäußerungen. Sondern Außenminister des wichtigsten Landes Europas, der zweite Mann in der Regierung. cicero,de